Das Ende des Datenroaming


Datenverbindungen im mobilen Bereich sind in den letzten beiden Jahren in Deutschland deutlich billiger geworden. Im Ausland sieht dies allerdings ganz anders aus. Wer mit einem deutschen mobilfunkvertrag im Ausland ins mobile Internet geht, zahlt häufig extrem hohe Gebühren, die sich aus den Grundkosten sowie einen hohen Anteil an Roamingkosten zusammensetzen. Die Roamingkosten streicht dabei der ausländische Anbieter für die Durchleitung der Daten für sich ein.

Für die EU-Kommissarin Neelie Kroes ist dies ein unhaltbarer Zustand. Ziel für die nächsten Jahre ist es, einen gemeinsamen europäischen Markt für Telekommunikation zu schaffen und dazu gehört auch, dass der Zugang zum mobilen Internet in allen Ländern der EU vergleichbar teuer ist. Wirtschaftlich sollte dies kein Problem sein, denn die Kosten für das Datenroaming im Ausland haben oft mit den tatsächlichen Leistungen wenig zu tun und liegen der EU-kommisarin nach teilweise bei den 30fachen der Kosten für die Nutzung im Inland.

Dies dürfte eine gute Nachricht für alle sein, die aus beruflichen oder privaten Gründen oft in unseren Nachbarländern unterwegs sind und bisher auf mehrere Handyverträge zurückgreifen mussten um günstig unterwegs surfen zu können. Mit dem Wegfall der Roaming Gebühren würde ein Vertrag reichen, die Kosten für den Internetzugang bzw. die Datenübertragung wären überall gleich.

Leider gibt es noch keine Agenda für die Umsetzung. Konkrete Ziele, ab wann der Markt keine Roaminggebühren mehr erheben darf fehlen ebenso wie bereits feststehende Maßnahmen. Und natürlich bezieht sich dieses Vorhaben nur auf Staaten der Europäischen Union. Außerhalb der Mitgliedsländern wird es auch nach der Umsetzung hohe roamingkosten geben – ganz ohne Vorsicht sollte man also auch dann im Ausland nicht surfen.

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